Das schlechte Gewissen

…holt uns alle ein.
Verwunderlich nur, dass der zweite Mann in zwei Monaten der Meinung ist, er müsste sich entschuldigen und rechtfertigen – für eine Sache die Vergangenheit ist. Eine Sache die nicht korrekt war, trotzdem jedoch halb so wild. Man hat’s ja überlebt.

Also was bewegt einen Mann dazu? Die Hosen runter zu lassen und so emotional und ehrlich dabei zu werden, dass man sich fast schon fremd schämt.
Geht es dabei wirklich um eine ernst gemeinte Entschuldigung? Oder ist’s nur das Ego? Die Mundpropaganda in der Kleinstadt, die dem feinen Herren ja schließlich ein paar gute Singlenächte versauen könnte?

Fühlen Männer sich schlecht, wenn sie allein sind und an die vielen broken-hearted-girls denken? Wir Frauen kennen das nicht. Monate oder Jahre später einen gut formulierten Text abzuschicken, indem man nochmal alles klar stellt. Wozu? Lass Verflossenes verflossen sein.

Und trotzdem pusht es das Ego ernorm. Eine wunderschöne Bestätigung. Ein wunderschöner Moment wenn man lächelnd und fast schon triumphierend diese Zeilen immer und immer wieder durchgeht.
Und nun hat der Kopf wieder was zu tun. Und da haben wir wieder die Frage: Wozu diese Nachricht? Denn einfach so an einem vorbei geht das ja auch nicht. Also fängt man an zu Grübeln und man sagt sich, dass man sich nicht verrückt machen soll. Einfach gucken was die Zeit bringt.

Also hau rein bitte, liebe Zeit!

„Quatsch“-Therapie

Was für ein Wochenende.
Was für ein Leben!

Ich liebe es, aber es rauscht an mir vorbei. Wo bin ich und wer bin ich? Keine Zeit zum runterkommen, keine Zeit sich zu kümmern! Hab ich alles im Griff?
Wo will ich in 5 Jahren sein? Und bin ich, wenn ich hier bleib, vielleicht dann immer noch allein? Wie komm ich finanziell ins Plus? Ich träum doch jetzt schon wieder von Mallorca.

Sonntags kann man nie schlafen. Weil die Wochenenden so hart und geil sind und der Kopf fast platzt, wenn’s vorbei ist. Voll mit Liebe, Zweifeln, Glück und Schande.
Wochenenden sind Drogen. Und voller Drogen. Und so herrlich schön. Mit Weißwein, Tabak und Gras – und mit Freunden und ein bisschen Liebe. Und Schlaf. Den ich irgendwie gar nicht mehr krieg.
Aber was soll das ganze Koks? Warum ist das überall? Komm von den Gedanken nicht mehr los. Und warum ist Gras eigentlich nicht mehr das was es mal war?
Aber Alkohol ist wieder beliebt geworden. Trink ich zu viel? Ich trink so gerne. Weißwein macht so schön rosarot.

Und was ist mit diesem Typen? Was ist das? Warum immer die bösen Jungs, die nur Probleme mit sich bringen? Und warum denk ich trotzdem, dass er mich langweilen wird? Ist’s nur der Reiz? Was ist das? Denn der andere Typ ist durch ihn kaum noch interessant. Aber man denkt trotzdem oft noch dran.

Single! Endlich ICH. Nur ich. Scheiss drauf, was mal war. Alles was und wie ich’s will. Ich liebe es und ich will so viel. Aber aus’m Quark komm ich trotzdem nicht. Liegt’s am neuen Jahr?
Ich will nen coolen Kerl mit Eiern und mit Herz, einen Kerl mit Liebe und Respekt. Einen der auf alles scheisst und sein Leben regiert, der wild ist, aber nicht die Kontrolle verliert. Pure Ehrlichkeit und den vollen Genuss bitte.
Aber jetzt möcht ich ihn noch gar nicht finden, obwohl ich trotzdem irgendwie such.

Klingt alles so negativ, obwohl ich glücklich bin. Läuft doch alles. Und läuft noch besser bald. Muss einfach nur wieder auf den Boden kommen, auch wenn’s nur für ne Woche ist. Die Herausforderung schaffen. Das Selbstbewusstsein pushen, was öfter mal schwindet, auch wenn ich mich eigentlich echt gerne mag.
Würd so gern ausbrechen, aus der Kommunikation. Mein Ding machen, vieles besser machen. Mehr Sport, mehr Schlaf und den ganzen Kram. Aber ich bin mit 25 trotzdem noch jung genug um drauf zu scheissen. Ich muss noch nicht erwachsen sein.

Wer sind meine Freunde und warum fühl ich mich im Moment so leer? Kaum einer hat ein offenes Ohr und ich selbst sowieso schon lange nicht mehr. An dieser Stelle: Danke Mama. Ich liebe dich. Aber ich kann dir nicht alles erzählen, weil du dir dann Sorgen machst. Und ich erzähl’s dir trotzdem, weil ich brauch, dass du sagst, dass ich alles richtig mach. Dass das halt das Leben ist.

Und du, beste Freundin, ich hoff du füllst diese Leere bald aus. Dich brauch ich grad am allermeisten, weil ich dich eigentlich immer brauch. Aber du bist so weit weg und die Zeit mit dir rast auch nur vorbei. Und bald seh ich dich, aber Stunden vergehen mit dir zu schnell. Da ist so viel in mir, worüber ich mit dir reden will.

Tippitop! Therapie wirkt. Um 02.02 Uhr. Gute Nacht!